Pflanzenportraits

Papierbusch


Name: Papierstrauch

Botanisch: Edgworthia chrysantha

Herkunft: China, in Japan verwildert

Verwendung: Zierstrauch, Papier- herstellung

Spezielles: sehr frühe Blütezeit, Dezember bis März, je nach Lage, sollte nicht geschnitten werden, robust, kann auch im Moorbeet stehen.

Der Papierstrauch ist von seiner Erscheinung unverwechselbar. Die starken Triebe, die wenigen, kräftigen Verzweigungen, die grossen Blätter und die speziellen Blüten, die schon im Januar und Februar erscheinen. Die Blüten duften herrlich, was bei der Standortwahl berücksichtigt werden sollte. Alles in allem ein ausserge- wöhnlicher Strauch. Bescheiden in den Dimensionen. Selten über 1.5 Meter hoch oder breit. 

 

Beheimatet in China, findet man den Papierstrauch auch in den Wäldern Japans, wo er verwildert vorkommt.

Ursprünglich wurde er für die Herstellung von Qualitätspaier angebaut. In den Gärten findet man diesen schönen Strauch noch viel zu selten. 

 

 



Persisches Eisenholz



Name: Persisches Eisenholz

Botanisch: Parrotia persica

Herkunft: Nordiran, Transkaukasien 

Verwendung: Solitär, Baumform, Buschform, Hecken, Kletterbaum

Spezielles: Trockenheitsresitent, robust, gesund, schnittverträglich

Das persische Eisenholz hat in den letzten Jahren sehr an Popularität gewonnen. Seine Vorzüge betreffend Trockenheitsresistenz, die Absenz von Schädlingen sowie die vielen Verwendungsmöglichkeiten machen aus dem Eisenholz ein Universalgehölz.

 

Die Blattform sowie die Blüte lassen erahnen, dass es zu den Zaubernuss- gewächsen zählt. Die Blüte ist zwar kleiner und hat mit der roten Farbe nicht die gleiche Fernwirkung wie die Zaubernuss - dennoch fallen die Blüten dem genauen Beobachter im frühen Frühjahr auf. Die Blätter erinnern an Buchenblätter und werden oft mit diesen verwechselt. 

 

Das ruhige, wohltuende Grün des Sommerlaubs verwandelt sich im Herbst in ein buntes Feuerwerk. Im Winter bleiben je nach Exemplar braune Blätter an der Pflanze hängen.

 

Ein weiterer Pluspunkt ist die Rinde.

Diese ist mit zunehmendem Alter gescheckt. Ob Solitärbaum oder als mehrstämmiger Strauch sind die Stämme im Winter sehr ansehlich und prägen einen Gartenraum. Weitere Bäume und Sträucher mit gescheckter Rinde sind:

Asiatischer Blütenhartriegel, Chinesische Scheinquitte, Scheinkamelie, Platane, Bunge's Kiefer. 



Bollweilerbirne


Name: Hagebuttenbirne 

Botanisch: xSorbopyrus irregularis

Herkunft: Bollweiler, Elsass

Verwendung: Wildobst

Spezielles: Gattungskreuzung von Sorbus aria und Pyrus communis

Die Bollweilerbirne (× Sorbopyrus irregularis) oder Hagebuttenbirne, als Sorte auch Shipova genannt, ist eine Hybride der Kulturbirne (Pyrus communis) und der Ebereschen-Art Echte Mehlbeere (Sorbus aria).

 

Sie wurde erstmals von Johann Bauhin (1541–1612) als Pirus Polvilleriana beschrieben, dem die 1599 zwischen ihren Eltern im Schlossgarten der Barone von Bollwiller («Pollwiller») im oberen Elsass von Freiherr von Bollweiler gefundene Pflanze von diesem gezeigt worden war.

 

Es ist ein in freier Natur eher unbekannter Baum von 10 bis 18 Meter Höhe, mit sommergrünen, 6 bis 10 cm langen und 4 bis 6 cm breiten elliptischen Blättern. Sehr langsamer Wuchs. Die Frucht ist eine 2,5 bis 3 cm lange und 2 bis 3 cm breite, essbare Apfelfrucht mit einem aromatischen, süss-säuerlich schmeckenden, gelben Fruchtfleisch. Die Gestalt der Früchte reicht von apfelförmig über birnenförmig bis hagebuttenförmig; sie erreichen einen Durchmesser von 5 cm.

 

Ein schönes Gehölz für die Wildobsthecke und den naturnahen Garten. Ein Exemplar steht bei uns im essbaren Wald und wir sind gespannt auf die ersten Früchte. 

 

Quellen: gruener-garten-shop.de, Wikipedia (Auszüge, Fotos)



Bonus Alkmene



Name: Kulturapfel (Malus domestica)

Botanisch: Malus domestica Alkmene

Herkunft: Müncheberg, Deutschland, Institut für Acker- und Pflanzenbau in Müncheberg

Züchtungsjahr: 1930

Spezielles: eignet sich für Menschen mit Apfelallergie

Alkmene ist eine Sorte des Kulturapfels. Sie wurde für den Anbau in trockenerem Klima als Ersatz-Sorte für den «Cox Orange» gezüchtet. Sie ist Anfang/Mitte September pflückreif.

 

Alkmene wird vor allem wegen seines Geschmacks gepflanzt, obwohl die Erträge nicht an andere Sorten heranreichen.

 

Der Baum wächst eher schwach. Die Frucht ist klein bis mittelgross und rundlich mit goldgelber, orangerot verwaschener Schale.

 

Das Fruchtfleisch ist grünlichgelb bis cremefarben, fest, feinzellig und knackig. Das Aroma von Alkmene ist fein säuerlich, vielfältig und hat Anklänge an Cox Orange.

 

Anbau

Alkmene benötigt eine milde, leicht schattige Lage, in der die Blüten nicht durch Spätfröste beeinträchtigt werden. Als optimal haben sich mittlere Höhenlagen oder leicht schattige Weinberglagen herausgestellt.

Sie kommt mit mässig trockenen bis frischen Lehmböden mittlerer Fruchtbarkeit gut zurecht. Auch verträgt der Apfel Wind.

Die Blütezeit beginnt Ende April und endet Mitte Mai. Alkmene blüht sehr reich, jedoch stellt sich nur ein mässiger Fruchtertrag ein. Die Blüten sind mindestens mittelmässig frostempfindlich, der Baum selbst verträgt auch starken Winterfrost.

Pflückreife ist von Anfang bis Mitte September, Genussreife von September bis Ende Oktober.

 

Quelle: Wikipedia (Auszug, Fotos)