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Sequoiadendron giganteum, Bergmammutbaum

Am 8. Januar 2017 fiel einer der bekanntesten Mammutbäume, the Pioneer Cabin tree, einem schweren Wintersturm zum Opfer. Die meisten kennen die Bilder von Autos, die durch den Tunnel hindurchfuhren. Von etlichen Stürmen und Blitzeinschlägen gezeichnet und mit seinen eintausend Jahren auf dem Buckel konnte er dem Unwetter nichts mehr entgegensetzen. Es gibt mehrere Tunnelbäume in Kalifornien, die als Touristenattraktion dienen. Das grösste Exemplar war er dennoch nicht. Diese Ehre gebührt dem General Sherman tree. Er ist so mächtig, dass es beinahe unmöglich ist, den Baum optimal abzulichten.

Das Bild mit den Menschen im Vordergrund zeigt lediglich den mächtigen Fuss des Baumes. Sein Alter wird auf unglaubliche 2500 Jahre geschätzt. Mit seiner Höhe von knapp 85 Metern ist er dennoch nicht der höchste, bekannte Baum. Mit 1400 Kubikmetern Holz steht er allerdings an erster Stelle. Im Vergleich dazu nehmen sich die Mammutbäume, die wir in vielen Gemeinden in der Schweiz sehen, wie Bonsais aus. Sie sind mit durchschnittlich 150 Jahren erst im Kindesalter. Als Solitärbäume werden sie mit fortschreitendem Alter und Höhe anfälliger auf Blitzeinschläge.

Neben Unwetter sind in Kalifornien aber auch Waldbrände ein Dauerthema. Mammutbäumen dienen sie allerdings bei der Verjüngung des Bestandes. Die Zapfen öffnen sich erst bei grosser Hitze und lassen die Samen auf den nun offenen und nährstoffreichen Boden fallen. Die Stämme werden durch eine bis 50cm dicke, weiche Borke vor Feuer und Hitze geschützt. Wissenschaftler und Forstmitarbeiter bemühen sich um die letzten verbliebenen Riesenexemplare, katalogisieren, vermessen und untersuchen sie. Das Video zeigt einen Einblick in die Arbeit der Baumkletterer in Kalifornien.